Institut für Buchwissenschaft Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg
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Inhalt

IBG Young Scholars 2013

Das Buch als Kultur- und Wirtschaftsgut

Termin: 01.08.2013, 12:30–18:00 Uhr | 02.08.2013, 09:30–17:00 Uhr
Tagungsort: Erlangen, Schloss, Aula
Tagungsleitung: Dr. habil. Axel Kuhn
Ansprechpartner: Dr. habil. Axel Kuhn

Drittmittelgeber:

Waldemar-Bonsels-Stiftung | Fritz und Maria Hofmann Stiftung | Freundeskreis der Erlanger Buchwissenschaft

Abstract

Der Lehrstuhl für Buchwissenschaft Erlangen ist 2013 Gastgeber des dritten Nachwuchstreffens der IBG Young Scholars, dieses Jahr unter dem Titel »Das Buch als Kultur- und Wirtschaftsgut«. Wir freuen uns in diesem Jahr über die Zusagen von Prof. Dr. Thomas Hess und Prof. Dr. Georg Stanitzek, welche in Keynotes ihre Perspektiven auf das Buch als Kultur- und Wirtschaftsgut vorstellen und ihre Expertise auch in die Diskussion der vorgestellten Arbeiten einbringen werden. Der wissenschaftliche Teil wird durch ein formloses Rahmenprogramm abgerundet.

Tagungsbericht

Der Erlanger Lehrstuhl für Buchwissenschaft konnte am 1. und 2. August etwa 45 Gäste, Studierende, Mitarbeiter und Referenten zur dritten Tagung der IBG Young Scholars in der Aula im Schloss der Universität begrüßen. Zwölf Forschungsprojekte rund um das Thema »Das Buch als Kultur- und Wirtschaftsgut« wurden vorgestellt und im Plenum angeregt diskutiert.

 

Nach den Begrüßungen der Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Ursula Rautenberg und der Sprecherin der IBG Young Scholars, Dr. Anke Vogel (Mainz), standen am Donnerstag zunächst ökonomische Aspekte im Fokus. Eine Keynote von Prof. Dr. Thomas Hess (München) zur Bedeutung von Standards in der digitalisierten Bücherwelt leitete die Vorstellung der Projekte ein; Jan Hillgärtner und Simone Pfahler (Erlangen) führten durch diesen Teil der Tagung. Dr. Edlira Shehu (Hamburg) hinterfragte in ihrem Vortrag den Effekt der Kannibalisierung gedruckter Bücher durch E-Books, Markus Lutz (München) problematisierte die Preisgestaltung von E-Books und Thomas Hartmann (Berlin) stellte in seinem Beitrag aktuelle Entwicklungen im Urheberrecht und deren Konsequenzen für Veröffentlichung und Verleih von E-Books dar.

 

Am Freitag rückten kulturelle Aspekte in den Mittelpunkt. Die Keynote von Juniorprof. Dr. David Oels (Mainz), der für den erkrankten Prof. Dr. Georg Stanitzek (Siegen) eingesprungen war, thematisierte die Rowohlt-Kultur der 1950er Jahre und bildete die Einführung für die folgenden Vorträge, die von Nikolaus Weichselbaumer und Marina Mahling (Erlangen) moderiert wurden. Im ersten Teil referierten Vera Mütherig (Münster) über das Hörbuch als Medium, André Haller (Bamberg) über das PR-Konzept der Selbstskandalisierung im Buchmarkt und Dominique Pleimling (Mainz) über aktuelle Social Reading-Modelle. Nach der Mittagspause schlossen sich vier historische Beiträge an. Dr. Thekla Kluttig (Leipzig) sprach über die Bedeutung der Bestände im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig für die buchwissenschaftliche Forschung, Anna-Maria Seemann (Erlangen) berichtete über die Autoren im Streit der Parallelverlage nach 1945 und Morten Paul (Konstanz) gab einen Abriss über die Gestaltung von Taschenbüchern aus kulturhistorischer Perspektive. Dr. Marcus Conrad und Manuel Schulz (Halle) schlossen die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Vorstellung des DFG-Projekts zur Digitalisierung des Verlagsarchivs Gebauer-Schwetschke.

 

Deutlich wurden an beiden Tagen die Vielschichtigkeit und Interdisziplinarität der Fragestellungen und Forschungsperspektiven auf das Medium Buch. Das Ziel der seit 2011 einmal jährlich stattfindenden Treffen der Nachwuchswissenschaftler, sich auszutauschen, zu vernetzen und neue Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten, ist mit den inspirierenden Key-Notes und Referaten sowie den Gesprächen am Rande und beim gemeinsamen Biergartenbesuch am ersten Abend zur Zufriedenheit aller Teilnehmer wieder erreicht worden.